Gottesdienst:
Sonntags, 10 Uhr
Geschichte unserer Kirche


John Wesley

John Wesley

Es war nicht John Wesleys (1703-1791) Absicht, eine neue Kirche zu gründen. Er war ordinierter Pfarrer der Anglikanischen Kirche von England und hoffte, die zum Glauben an Jesus Christus gekommenen Menschen dieser Kirche zuführen zu können. Im Verlauf der über Jahrzehnte anhaltenden Erweckungsbewegung wurde jedoch deutlich, dass die bestehende Kirche nicht in der Lage und auch nicht willens war, diese Menschen in ihre traditionellen Strukturen aufzunehmen.

Die erste eigenständige methodistische Kirche entstand nach der Unabhängigkeitserklärung der nordamerikanischen Staaten. Die bisherige missionarische Arbeit musste neu organisiert werden. John Wesley ordinierte deshalb Francis Asbury (1745-1816) und Thomas Coke (1747-1814) zu Ältesten und entsandte sie in die Neue Welt. Dadurch war einem von der Kirche von England unabhängigen Methodismus der Weg bereitet. Daneben wurde der Methodismus in Amerika durch Gemeindegründungen methodistischer Einwanderer aus Irland in New York und in anderen Städten im Osten der Vereinigten Staaten verbreitet. Die "Methodist Episcopal Church" (Bischöfliche Methodistenkirche) wurde auf der so genannten Weihnachtskonferenz 1784 in Baltimore (Maryland) gegründet. Man ordinierte dabei Asbury und Coke zu Bischöfen.

Die weitere kirchliche Entwicklung in Amerika hängt eng zusammen mit der besonderen Situation der nach Westen vorrückenden Siedler. Berittene Reiseprediger hielten Evangelisationsgottesdienste und Lagerversammlungen und riefen christliche Gruppen ins Leben. Neben der Methodistenkirche entstanden noch vor 1800 zwei weitere kirchliche Gemeinschaften, die mehr oder weniger methodistisch geprägt waren. Sie arbeiteten unter den deutschen Einwanderern, während sich die Methodistenkirche an Englisch sprechende Leute wandte.

In Pennsylvania predigten Martin Böhm (1725-1812) und der reformierte Pfarrer Philipp Wilhelm Otterbein (1726-1813). Zwischen ihnen entstand eine Zusammenarbeit und Gemeinden entstanden. 1800 nahm die Bewegung den Namen "Kirche der Vereinigten Brüder in Christo" an, und Böhm und Otterbein wurden die ersten Bischöfe.

Ebenfalls in Pennsylvania und unter deutschen Einwanderern predigte der Ziegeleibesitzer Jacob Albrecht (1759-1808). Zu Pferd unternahm er weite Reisen. Dabei verstieß er als Mitglied einer methodistischen Gemeinde gegen die Pflicht des regelmäßigen Gottesdienstbesuchs und wurde deshalb ausgeschlossen. Er arbeitete aber als freier Evangelist weiter. 1800 gründete er nach methodistischem Vorbild die ersten drei "Klassen". Mitarbeiter kamen hinzu, und die Bewegung wuchs; die kleinen Gemeinden nannten sich "Albrechtsleute". 1807 wurde Albrecht zum Bischof gewählt. 1816 gaben sich die Gemeinden den Namen "Evangelische Gemeinschaft".

Alle drei Kirchen erlebten tiefgreifende interne Spannungen, sogar Spaltungen, aber auch Wiedervereinigungen. 1946 vereinigten sich "Evangelische Gemeinschaft" und "Kirche der Vereinigten Brüder in Christo" zur "Evangelischen Vereinigten Brüderkirche" (Evangelical United Brethren Church). Das nächste entscheidende Jahr war 1968. Brüderkirche und Methodistenkirche schlossen sich zur "United Methodist Church" (Evangelisch-methodistische Kirche) zusammen.

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